Tipps zur Tierfotografie- So gelingen eure Bilder

Tierfotografie

Tierfotografie ist nicht einfach. Schließlich ist das Modell kein Mensch und reagiert demnach auch nicht so auf eure Befehle, wie es ein Mensch tun würde. Trotzdem: Tiere auf Bildern gehören mit zu dem schönsten Fotos, die es gibt. Wie ihr sie richtig in Szene setzt, zeige ich euch in diesem Beitrag.

Was ihr in diesem Beitrag lernt

  • Wie ihr es schafft, richtig schöne Fotos zu machen
  • Wie ihr auch kleinste Tiere findet
  • Dass ihr in Serienaufnahme fotografieren solltet
  • Wie ihr eure Kamera positioniert
  • Was ihr scharf stellen solltet
  • Wie ihr speziell Hunde fotografiert
  • Wie es darauf ankommt, was ihr zuerst macht
  • Euer Tier muss zufrieden sein

Richtig schöne Fotos in der Tierfotografie

Tierfotografie bringt wunderschöne Fotos hervor, allerdings müsst ihr dabei ein sein: geduldig. Und zwar in einem sehr hohen Maße. Wollt ihr eher schnelle Schnappschüsse machen, sind Tierfotos vielleicht nicht so gut für euch geeignet.  Es mag eine Weile dauern, bis ihr ein schönes Foto im Kasten habt, aber vielleicht habt ihr während dieser Zeit schon ein anderes Motiv gefunden, das ihr danach aufnehmen wollt? Es gilt  nämlich auch: Tierfotografie beginnt nicht erst bei einer Maus, einem Hund oder einem Elefanten. Auch winzige Spinnen, Käfer und Fliegen gehören dazu.

So findet ihr auch die kleinsten Tiere

Damit ihr die auch sehen könnt, erfordert es ein bisschen Übung: Den Blick werdet ihr euch aneignen, wenn ihr ein paarmal im Gras gelegen habt und euch ganz genau angesehen habt, was auf einer kleinen Fläche so lebt. Tiere findet ihr natürlich nicht nur dort, sondern auch auf eurem Balkon, in der Wohnung bei eurem Hamster, Fisch oder Hund. Auch in euren Blumen im Garten oder auf der Fensterbank könnt ihr schauen, ob eine Biene oder Hummel dort sitzt.

Tierfotografie

Tierfotos von Insekten

Auch eine Portion Glück gehört dazu, ein schönes Foto zu machen, bevor der Marienkäfer losgebrummt ist. Da könnt ihr aber auch ein wenig helfen:

  • Setzt euch gemütlich hin, so dass ihr länger in dieser Position ausharren könnt, ohne euch bewegen zu müssen
  • Guckt euch aus, welches Tier es sein soll
  • Geht mit der Kamera, wenn möglich, auf Augenhöhe mit dem Tier
  • Ganz wichtig bei der Tierfotografie: Fotografiert in Serienaufnahme, da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein gutes Foto dabei ist
  • Macht ruhige Bewegungen, so verscheucht ihr das Tier nicht
  • Achtet auf die Bedürfnisse der Tiere! Fasst beispielsweise einen Schmetterling niemals an, auch wenn es für das Foto besser aussieht, er kann dadurch nicht mehr Fliegen

Tierfotografie: Darauf müsst ihr achten

Prinzipiell gibt es keine Grenzen bei der Tierfotografie, außer: Achtet auf die Bedürfnisse der Tiere und bringt euch nicht selbst in Gefahr.

Ansonsten achtet darauf, Fotos in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu machen. Da ist das Licht weicher und die Sonne brennt euch nicht das Foto aus und verfälscht das Licht. Beobachtet das Tier: Welche Bewegung könnte es als nächstes machen? In welche Richtung wird ein Vogel losfliegen? Habt ihr euch richtig positioniert?

Wie oben schon erwähnt, ist eine Serienaufnahme ratsam, bei Tierfotos empfehlen wir eine Brennweite ab 200 Millimetern. Für Tiere in Bewegung ist eine Belichtungszeit ab 1/500 Sekunde ratsam. Falls es schon zu dunkel ist, verändert am besten den ISO-Wert auf bis zu 400. Bei einem höheren Wert könnte euer Tierfoto körnig werden. Welche Anfängerfotos es sonst noch gibt, steht hier.

Aber wie wird jetzt das Tier scharf?

Das ist leider die Schwierigkeit bei der Tierfotografie. Wie oben schon beschrieben, ist es meist ratsam, das Tier zu beobachten, sodass ihr wenigstens grob einschätzen könnt, wohin euer Fotoobjekt als nächstes fliegen oder gehen könnte. Dann gibt es eine ganz einfache Regel: Verfolgt das Tier nicht mit eurem Fokus, sondern lasst es, in euren scharfgestellten Bereich laufen. Und stellt den Fokus auf manuell, dann könnt ihr sicher sein, dass eure Tierfotografie auch scharf ist. Was auch ganz wichtig ist: Versucht, in dem Moment abzudrücken, indem euch das Tier anzschaut, das macht das Foto aufregender. Tiere, die sich bewegen, sind außerdem leichter mit Blitz zu fotografieren. Der Blitz friert durch seine kurze Belichtung das Bild ein und sorgt für mehr Schärfe. Auch das Tier könnt ihr im Goldenen Schnitt ablichten. Wie das funktioniert, haben wir hier beschrieben.

Das klingt jetzt alles vermutlich sehr kompliziert, aber ehrlich: Wenn ihr ein paarmal geübt habt, und geduldig genug seid, dann wird es euch Spaß machen.

Tierfotografie

Übung macht den Meister: Geht in den Zoo

Auch, wenn dieser Spruch wirklich abgedroschen klingt, er ist wahr. Ein guter Ort, um genug Tiere zum Üben zu haben, ist der Zoo. Macht euch allerdings, bevor ihr das Foto macht, klar, welchen Effekt ihr mit dem Foto ihr erreichen wollt. Wofür möchtet ihr es verwenden? Ist es vielleicht sogar geeignet, es als Poster oder Leinwand an die Wand zu hängen? Dabei kommt es immer darauf an, welchen Ausschnitt ihr wählt. Welche Kamera zu euch passt, erfahrt ihr in unserem Test.

Tierfotografie

Beispiel einer Tierfotografie im Zoo: Ihr möchtet einen Hirsch ablichten. Beobachtet ihn und schaut euch um: Wo ist der beste Platz, an dem ihr ihn am besten sehen könnt? Bewegt er sich viel, oder bleibt er oft stehen? Dann dort positionieren. Habt ihr euch für eine Position und einen Ausschnitt entschieden, heißt es warten. Handelt es sich etwa um eine Ziege oder ein anderes Nutztier, könnt ihr es, wenn erlaubt, auch mit Nahrung locken. Das funktioniert übrigens auch ganz prima mit Hunden und Katzen, womit ich zum nächsten Punkt komme.

Tierfotografie: So lichtet ihr euren Hund ab

Ich habe das Glück, einen Gefährten zu haben, der quasi immer zu Übungszwecken bereitsteht: einen Hund. Wie man mit dem gute Fotos hinbekommt, die etwas hermachen, zeige ich euch im Folgenden.

Tierfotografie

Überlegt euch, was ihr machen wollt. Am schönsten sind Kuschel- oder Liegebilder und natürlich dann Eindrücke von dem Tier in Aktion. Vorsicht: macht zuerst die Ruhefotos und dann die, bei denen eurer Hund rennen muss, sonst hechelt er und die Zunge hängt ihm aus dem Mund. Ihr solltet die Fotos so machen, dass ihr auf Höhe des Hundes seid. Auch Bilder, bei denen eurer Tier mit dem Kopf am Boden liegt und ihr die Kamera ebenfalls auf dem Boden liegen habt, bieten sich an. Wie ihr es schafft, dass sich der Hund so hinlegt? Gute Frage. Befehlen, dass er sich legen soll und dann warten. Die besten Bilder ergeben sich oft, wenn das Tier ruhig liegt und ihr eure Kamera in der Nähe habt. Solltet ihr im Haus fotografieren: Hier steht, wie ihr das richtige Licht beim Fotografieren bekommt.

Das Tier muss zufrieden sein

Belohnt euer Tier! Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber auch Tieren sieht man an, ob sie zufrieden sind oder nicht. Zufrieden werden sie beispielsweise durch Lob, dazu gehört auch die Belohnung durch Leckerlies. Dadurch könnt ihr eurem Hund eventuell auch Tricks entlocken, die er ohne Zusatz nicht gemacht hätte, dabei entstehen auch schöne Bilder. Aber auch hierbei ist es wichtig, dass das Tier in die Kamera guckt, damit das Bild lebendiger wirkt. Schöne Bilder gibt es auch beim Spielen mit Spielzeugen, wie etwa einem Beißknochen, einer Frisbee oder einem Stück Seil. Das sind dann aber eher schon die Fotos in Aktion, das heißt, das Tier wird hecheln.

Tierfotografie

Andere Fotos, die ihr mit dem Tier machen könnt, sind zum Beispiel die, bei denen eurer Tier ausgelassen rennt oder springt. Das erreicht ihr auch eher dadurch, wenn ihr mit eurem Hund Gassi geht. Bilder im Wald eignen sich auch gut, etwa wenn euer Hund in einem Loch gräbt (Ja, auch Schmutz auf der Nase kann super aussehen). Wie ihr das Foto später bearbeiten könnt, haben wir hier zusammengefasst.

Tierfotografie

 

Was ihr in diesem Beitrag gelernt habt:

Dass Übung den Meister macht

Der Zoo ist ein guter Ort, um unterschiedliche Tiere zu fotografieren

Tierfotografie erfordert neben Übung eine Menge Geduld

Wenn ihr euren Hund fotografiert, ist ein Plan, was ihr zuerst macht, sinnvoll.

Verfolgt das Tier nicht mit eurem Fokus, lasst es in den scharfgestellten Bereich laufen

Das Tier sollte zufrieden sein

Fotos mit Blitz machen das Bild schärfer

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