Perspektive beim Fotografieren

Die richtige Perspektive beim Fotografieren: Der Blickwinkel macht’s

Heute erklären wir euch, wie ihr die richtige Perspektive beim Fotografieren einnehmt und eure Fotos dadurch einen ganz besonderen Blickwinkel bekommen.

Was ihr in diesem Beitrag lernen werdet:

  • Was es für unterschiedliche Perspektiven gibt
  • Welches für euch die richtige Perspektive beim Fotografieren ist
  • Wie ein Wechsel des Blickwinkels das Foto besonders macht

Die richtige Perspektive beim Fotografieren: Auf den Blickwinkel kommt es an

Fotos können als Schnappschüsse entstehen, oder als Gebilde, die der Fotograf sich extra gestellt hat. Prinzipiell gilt: Die Perspektive trägt ganz stark dazu bei, wie ein Bild wirkt. Nehmen wir als Beispiel eine Gitarre. Sie kann natürlich frontal von vorne fotografiert werden. Dann sieht der Betrachter eine Gitarre, wie es etwa schon 5000 Stück im Internet zu finden gibt. Nachteil an dieser sogenannten Zentralperspektive: Sie ist eher öde, da sie so fotografiert wird, wie der Betrachter das Objekt durch seine Augen ohnehin sieht. Ändert man allerdings den Blickwinkel, also fotografiert die Gitarre beispielsweise von oben, entsteht schon ein ganz anderer, stimmungsvollerer Eindruck des Bildes. Diese Art der Perspektive wird Vogelperspektive genannt. Dazu unten mehr.

Diese Arten von Perspektiven gibt es:

  • Punktperspektive (so wie ihr ohnehin schaut)
  • Vogelperspektive
  • Froschperspektive
  • Fischaugenperspektive (dafür benötigt ihr ein Superweitwinkel- oder Fischaugenobjektiv)

Die richtige Perspektive beim Fotografieren: Darauf solltet ihr achten

  • Habt keine Scheu beim Fotografieren! Manchmal werdet ihr sicherlich denken, dass ihr bescheuert ausseht, wie ihr da auf dem Boden liegt. Das Foto wird später dafür umso besser aussehen, versprochen. Welche Kamera zu euch passt, lest ihr hier.
  • Zieht euch Kleidung an, die schmutzig werden darf und angemessen ist. Egal, ob ihr mit einem Minirock auf einen Stuhl steigen müsst, um euer Publikum von oben abzulichten oder ob ihr mit eben jenem Kleidungsstück in die Hocke gehen müsst: Zieht euch etwas an, in dem ihr euch wohlfühlt. Macht euch klar, dass eure Fotos kleine Kunstwerke sind, dafür muss nunmal gearbeitet werden, oft auch auf Kosten der Sauberkeit eurer Kleidung.
  • Achtet besonders darauf, dass es so genannte „Altersbeschränkungen“ für manche Perspektiven gibt. Das bedeutet natürlich nicht, dass Menschen unter 18 Jahren nicht fotografiert werden dürfen. Unsere Erfahrung hat uns vielmehr gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, Menschen über 40 Jahre von unten zu fotografieren. Schließlich sollen die Fotos ja auch die Schokoladenseite von eurem gewählten Motiv herausarbeiten. Welche Fehler ihr noch beachten solltet, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.
  • Wollt ihr allerdings mit euren Fotos weniger Aufsehen erregen, ist es nicht sinnvoll, sich präsent auf einen Tisch oder Stuhl zu stellen. Dabei gibt es aber auch einen Trick, um eure Fotos interessanter zu machen: Geht nah an euer Motiv heran: Das funktioniert sowohl bei Menschen, als auch bei Gegenständen. Nehmen wir als Beispiel wieder die Gitarre: Ganz nah an die Saiten und von oben oder unten fotografiert. Auch Tiere sind ein prima Beispiel: Ein Hund von oben sieht langweilig aus, weil die Perspektive den Menschen bekannt ist. Begebt ihr euch auf Augenhöhe mit dem Vierbeiner, werden die Fotos gleich viel aufregender. Was ihr auch beachtet solltet, ist der Goldene Schnitt. Hier lest ihr, wie er funktioniert.
  • Die verschiedenen Display-Modi eurer Kamera (auch am Smartphone) können hilfreich sein. Lasst euch Hilfslinien einblenden, um geometrische Formen korrekt bzw. gerade abzubilden.
  • Falls ihr Gruppen fotografiert: Einige Tipps, um gute Gruppenbilder zu machen, findet ihr hier.
  • Nehmt euch Zeit für ein Motiv. Macht nicht ein Foto und zieht weiter, sondern probiert viele verschiedene und auch mal ausgefallene Perspektiven. Das folgende Foto wäre eigentlich nicht sonderlich spannend. Weil der Horizont allerdings schief und die abschüssige Straße gerade ins Bild gerückt ist, entsteht ein sehr interessantes Bild.
Perspektive beim Fotografieren

Generell gilt: Ihr sollt euch als Fotografen wohl fühlen. Widerstrebt es euch, Aufsehen zu erregen, dann lasst es. Gerade am Anfang müsst ihr sicherlich ein bisschen herumprobieren, aber die richtige Perspektive beim Fotografieren wird kommen – und damit auch richtig gute Bilder.

Fotografieren aus der Vogelperspektive

Die Bilder aus der Vogelperspektive entstehen, wie der Name schon sagt, aus der Sichtweise von Vögeln. Das bedeutet: Der Blickwinkel liegt über dem zu fotografierenden Objekt. Wie auf diesem Bild gut zu sehen ist, stand der Fotograf erhöht und hat frontal nach unten geknipst. Aber Vorsicht: Die Vogelperspektive lässt das Objekt teilweise sehr klein wirken.

Fotografieren aus der Vogelperspektive

Fotografieren aus der Froschperspektive

Das Fotografieren aus der Froschperspektive ist das genaue Gegenteil der Vogelperspektive. Der Blickwinkel liegt unter dem zu fotografierenden Objekt. Der Vorteil daran: Bilder wirken ganz anders, als beispielsweise aus der normalen Ansicht des Betrachters. Aber Vorsicht: Die Froschperspektive lässt Motive und Personen manchmal übermächtig wirken, das solltet ihr beachten.

Fotografieren aus der Froschperspektive

Fotos aus der Fischaugenperspektive

Die Fischaugenperspektive erreicht ihr durch möglichst weitwinklige Objektive. Sie sorgen dafür, dass die Bildränder verzerrt sind. Dadurch sind Blickwinkel bis zu 180 Grad möglich. Vorsicht bei Personen! Stehen sie am Rand, werden sie teilweise sehr breit. Objektive wie der Eiffelturm werden zwar nicht geometrisch korrekt wiedergegeben, erhalten aber eine besondere Note:

Fotografieren mit dem Fischauge (Fisheye-Objektiv)

Was ihr in diesem Beitrag gelernt habt:

Passt eure Kleidung an. Ein Minirock bringt keinem etwas, wenn man sich für ein super Bild auf den Boden legen muss.

Keine Scheu zu haben, ein gutes Foto kostet ein bisschen Mühe

Versucht es immer wieder: Auch, wenn es am Anfang demotivierend ist und nicht so richtig läuft, wie ihr euch das vorstellt. Die Belohnung wird kommen, auch wenn es eine Weile dauern kann. Ihr wisst schon. Gut Ding will Weile haben…

Viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

Alina

Ich bin Baujahr 1993 und schon seit einigen Jahren im Fotofieber. Angefangen hat alles mit einer alten Spiegelreflexkamera (ja, mit Film!). Heute sind meine Canon und ich unzertrennlich.

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