Landschaftsfotografie

8 Tipps für gute Landschaftsfotografie

Wenn ihr mit eurer Kamera nach draußen geht, werdet ihr sie zuerst sehen: die Landschaft. Landschaftsfotografie an sich klingt einfach, aber nicht immer werden die Bilder auch gut. Mit unseren acht Tipps ändert sich das.

Wenn ihr draußen unterwegs seid, und ein Motiv seht, das euch gefällt, wollt ihr es natürlich auch fotografieren. Wie das mit Gruppen von Menschen fotografiert, haben wir euch schon gezeigt, hier lernt ihr, was ihr tun müsst, wenn ihr nicht eine Sache, sondern Landschaftsfotografie betreiben wollt.

Landschaftsfotografie

Was ihr in diesem Beitrag lernt

  • Was es mit der Landschaft und der Uhrzeit auf sich hat
  • Wie ihr mit einem Stativ die besten Bilder in der Landschaftsfotografie macht
  • Was es mit dem Vordergrund auf sich hat
  • Welche Motive am besten geeignet sind
  • Warum eine Langzeitbelichtung auch in der Natur super ist
  • Was es mit der Linienführung und Symmetrie auf sich hat
  • Warum Wolken deine besten Freunde sind
  • Spiegelungen sind super

1. Tipp: Landschaftsfotografie und Uhrzeit

Fast jedes Foto einer Landschaft hat eine gewisse Schönheit, schließlich ist die Natur per se schön. Wenn ihr allerdings ein Bild im richtigen Licht macht, habt ihr sozusagen den Lottogewinn ergattert. Das kann euch durch Zufall passieren, etwa, wenn ihr im Urlaub früh unterwegs seid, oder wenn ihr euch bereits ein Motiv ausgeguckt habt, das ihr im Licht des Sonnenuntergangs fotografiert. Macht ihr die Bilder am Morgen, ist das Licht kälter, dafür habt ihr vielleicht die Chance, morgendlichen Nebel mitzubekommen. Es lohnt sich also, sich morgens mal früh aus dem Bett zu quälen.  Bei Bildern am Abend ist das Licht durch die untergehende Sonne weicher, dadurch kann eine mystische Stimmung aufkommen. Die langen Schatten wirken zusätzlich in dem Bild. Macht ihr hingegen in der prallen Mittagssonne ein Foto, nimmt das die Farben aus dem Bild, und die Landschaftsfotografie wirkt nicht mehr so, wie in dem weichen Licht des Abends. Was ihr noch zum Thema Licht beachten müsst, steht hier.

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2. Tipp: Achtet auf den Vordergrund

Ihr ahnt es vermutlich schon: Wenn ihr Bilder macht, die keinen Vordergrund haben, geht eure Landschaftsfotografie oft in einem Nebel oder einem Einheitsbrei unter. Das ändert sich allerdings, wenn ihr etwas in den Vordergrund zieht, dass zeigt, welche Entfernung ihr überhaupt auf dem Bild abbildet. Fotografiert ihr etwa Berge, sucht etwas im Vordergrund, das die immense Größe der Natur auch naturgetreu abbildet. Das schafft Tiefe und zieht den Betrachter ins Bild. Oft hilft es aber auch schon, zum Beispiel Grashalme oder einen Ast im Vordergrund zu lassen, das hat den gleichen Effekt, ist nur manchmal nicht so imposant. Habt ihr schon die passende Kamera gefunden? Hier haben wir verschiedene Modelle für euch getestet.

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3. Tipp: Benutzt ein Stativ

Auch, wenn es lästig ist, viel schlimmer ist es, wenn ihr nach Hause kommt, und seht, dass ihr beim Fotografieren gewackelt habt: Nehmt ein Stativ mit. Es muss natürlich kein unhandliches großes Dreibein sein, sondern kann auch ein kleines Stativ sein, das sich etwa um einen Baum wickeln lässt. Damit seid ihr viel flexibler und die Fotos werden es euch danken. Damit euer Foto nicht verwackelt, solltet ihr auch einen Fernauslöser mitnehmen.

4. Tipp: Diese Motive sind geeignet

Prinzipiell gilt: Jedes Motiv ist für eine Landschaftsfotografie geeignet. Worauf ihr achten solltet, ist den Goldenen Schnitt zu erfüllen. Was das ist, lest ihr hier. Auch, wenn es euch im Blut liegen mag, das Haus, das ihr fotografieren wollt, in die Mitte des Bildes machen zu wollen: Lasst es. Viel besser ist es, die Drittel Regel zu erfüllen und das Haus in eines der an der Seite liegenden Drittel zu machen. Dadurch wirkt euer Foto interessanter. Außerdem könnt ihr dabei auch die Perspektive wechseln und etwa aus der Hocke ein Motiv fotografieren. Was es noch für Möglichkeiten des Perspektivenwechsels gibt, lest ihr hier.

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5. Tipp: Macht Langzeitbelichtungen

Habt ihr ein geeignetes Motiv gefunden, ist es oft ratsam, eine Langzeitbelichtung zu machen. Dadurch gewinnen die Farben nochmal an Intensität, und es bietet sich an, etwa einen Sonnenuntergang wegen der einzelnen Strahlen länger zu belichten, um bessere Effekte zu erzielen. Ist es Tag, ist es ratsam, den ISO-Wert auf 100 zu stellen. Dann wird das Bild nämlich nicht körnig.

6. Tipp: Achtet auf Linienführung

Macht ihr Fotos, möchtet ihr ja, dass die Betrachter euer Bild auch anschauen. Am besten funktioniert das, wenn ihr durch eine spezielle Linienführung den Blick des Betrachters in Bild zieht. Ein einfaches Beispiel: Ein steiniger Weg, der sich ins Bildinnere schlängelt, lenkt den Blick des Betrachters. Das gleiche gilt für einen Steg am See. Fotografiert ihr etwa zwei Berge an den Bildrändern, wird der Blick ins Innere des Bildes gelenkt. Aber Vorsicht: Linien, die horizontal verlaufen, stoppen den Blick und bewirken oft das genaue Gegenteil. Wie oben erklärt, ist es sinnvoll, seine Bilder nach dem Goldenen Schnitt zu machen. Habt ihr aber einen Symmetriepunkt, kann der auch gerne mal mittig platziert werden, das gibt dem Foto dann etwas mystisches.

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7. Tipp: Wolken, ich möchte Wolken!

Seid ihr im Urlaub am Strand, machen Fotos mit einem makellosen blauen Himmel etwas her. Wollt ihr allerdings ein atemberaubendes Bild machen, das jedem Betrachter in Erinnerung bleibt, dann benötigt ihr Wolken. Am besten groß und dunkel und sich auftürmend. Wolken geben dem Himmel, der sonst etwas langweilig wirkt, eine Struktur und sind für Gegenlichtaufnahmen bestens geeignet. Das gleiche gilt für Langzeitbelichtungen. Vorsicht: Macht ihr eure Fotos zu hell, ist der Himmel oft ausgebrannt. Das ist sehr unschön und auch in der späteren Bildbearbeitung meist nicht mehr zu beheben. Deshalb: Fotografiert immer ein wenig zu dunkel. Den Vordergrund später aufzuhellen stellt meist überhaupt kein Problem da.

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8. Tipp: Spiegelungen sind super

Egal, ob ihr Pfützen nehmt, oder große Seen und Flüsse: Spielgelungen verhelfen euren Fotos zu zusätzlichem Staunen. Spiegelungen geben dem Foto nochmal eine Extravaganz. Klar sieht es super aus, wenn man Bäume auf einer gegenüberliegenden Seite des Sees hat. Spiegeln die sich allerdings nochmal, lenkt das wiederum den Blick des Betrachters mehr in das Foto. Dabei müsst ihr auf einen ruhigen Untergrund des Sees achten. Schwimmen dort etwa Enten, dann erzeugen sie Wellen, die die Spiegelung nicht scharf werden lässt. Eine ruhige Oberfläche ist also das A und O für ein gutes Bild, auf dem Wasser zu sehen ist.

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Was ihr in diesem Beitrag gelernt habt:

Dass jedes Motiv möglich ist, wenn ihr ein bisschen auch Symmetrie und den Goldenen Schnitt achtet.

Dass ihr auf die Tiefe im Bild achten müsst, etwa indem ihr etwas in den Vordergrund legt

Flüsse und Seen sind nicht nur zum Baden gedacht, sondern sich für Spiegelungen bestens eignen

Früh Aufstehen lohnt sich für ein gutes Foto.

 

Und jetzt ab mich euch nach draußen. Es gibt tausendfach schöne Motive, die nur darauf warten, von euch gefunden zu werden. Landschaftsfotografie ist einfach! Trotz allem: Jeder Anfang ist schwer. Was es noch für Anfängerfehler gibt, lest ihr hier. Viel Spaß!

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Alina

Ich bin Baujahr 1993 und schon seit einigen Jahren im Fotofieber. Angefangen hat alles mit einer alten Spiegelreflexkamera (ja, mit Film!). Heute sind meine Canon und ich unzertrennlich.

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